AGRAVIS aktuell 4/2018



Jürgen Abeler: Gesunde Legehennen dank konsequentem Hygienekonzept

Weltweit sind 98 Prozent der Legehennenställe mit der Roten Vogelmilbe befallen. Auch Legehennenhalter Jürgen Abeler aus Nordwalde und sein Betriebsleiter Michael Dagen kennen das Problem. In den insgesamt acht Ställen ist der Parasit ebenfalls zu finden. „Allerdings machen wir einiges dafür, dass sich die Milben bei uns nicht wohlfühlen – und das vor allem vorbeugend“, berichtet Jürgen Abeler schmunzelnd. „Ganz los werden wir sie nicht, aber wir haben sie sehr gut im Griff. Dafür sprechen auch die gute Tiergesundheit und die Legeleistung unserer Tiere von durchschnittlich 90 bis 95 Prozent.“

Hygienemaßnahmen

Auf dem Betrieb stehen für Reinigung und Desinfektion drei Wochen zur Verfügung. Die Serviceperiode beginnt mit dem Entmisten und der Beseitigung des losen Schmutzes. Danach rückt ein Dienstleister an, der die gründliche Reinigung und Desinfektion übernimmt. Jürgen Abeler stellt dafür sämtliche Mittel zur Verfügung. Dies ermöglicht eine Kontrolle der ausgebrachten Mengen sowie eine eigene Auswahl der Produkte. Zum Einsatz kommen Produkte von Desintec. Für die Reinigung wird der Schaumreiniger Desintec StallClean Profi verwendet. Der löst die Eiweiß- und Fettschicht und ist nötig, um die Effektivität der anschließenden Desinfektion zu gewährleisten. Dafür wird Desintec FL-des Allround genutzt. „Das Zweikomponentenpräparat erledigt Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten in einem Arbeitsgang sehr wirkungsvoll und ist ein essentieller Baustein bei der Milbenbekämpfung, da wir dadurch auch deren Eier effektiv bekämpfen“, berichtet Bernhard Hols, Außendienstberater der Raiffeisen Münsterland-West, aus Erfahrung.

Bekämpfung der Roten Vogelmilbe

Aber auch wenn alle Arbeitsschritte sehr sorgfältig ausgeführt und alle Ecken und Verstecke ins Visier genommen werden – ein paar Milben können überleben und werden beim Einzug der nächsten Junghennen damit starten, ihre Population wieder aufzubauen. Deshalb setzen Abeler und Dagen seit einigen Jahren Desintec M-Ex Profi 80 ein. Das Produkt ist ein synthetisch hergestelltes amorphes Siliciumdioxid, das im Verhältnis eins zu neun mit Wasser gemischt und mit professioneller Technik in der gesamten Stallanlage ausgebracht wird. „Bildlich dargestellt entsteht auf den Flächen eine glasscherbenartige Struktur“, erklärt Desintec-Berater Christian Twehues. „Wenn die Milben darüber krabbeln, wird die Wachsschicht, die die Parasiten vor der Austrocknung schützt, zerstört. Die Milben werden also auf einem physikalischen Weg bekämpft.“ Das Produkt wird auch in den Kotbelüftungskanälen eingesetzt. „Es ist wichtig, auch die schwierig zu erreichenden Orte im Stall zu beachten, da diese als Rückzugsorte der Roten Vogelmilbe dienen“, berichtet Abeler. Das Einstallen der Junghennen in den vorbereiteten Stall ist für Abeler und Dagen aber kein Grund, die Milben aus den Augen zu verlieren. „Wir machen ein regelrechtes Milben-Monitoring, prüfen regelmäßig vor allem in versteckten Ecken wie Kotbelüftungskanälen, unter den Netzmatten und Sitzstangen oder sonstigen Rückzugsmöglichkeiten, wie stark der Milbendruck ist. Bei Bedarf wird in dem Bestand mit Desintec M-Ex Profi 80 nachbehandelt.“ Weiterhin wird über das Tränkewasser Miravit Gallux Relax eingesetzt. Dieses Ergänzungsfuttermittel enthält ätherische Öle, die zu Geruchsveränderungen bei den Legehennen führen und diese dadurch für Milben unattraktiv machen.

Vorbeuge zahlt sich aus

Jürgen Abeler und Michael Dagen haben die Rote Vogelmilbe dank ihres konsequenten Bekämpfungsplanes sehr gut im Griff. „Ein starker Milbendruck bringt viele Probleme mit sich“, wissen die beiden Legehennenexperten. „Nächtliche Unruhe, verminderte Legeleistung, weiche Eierschalen, sinkende Eiergrößen, steigende Anfälligkeit für Krankheiten und Blutflecken an den Eiern führen zu wirtschaftlichen Verlusten. Das kann bei einem Cent pro Ei über das Jahr gesehen zu Verlusten von mehreren 100.000 Euro führen. Deshalb setzen wir auf vorbeugende Maßnahmen, die im Vergleich nur einen Bruchteil an Kosten verursachen.“

Weitere Informationen gibt es bei Christian Twehues, Telefon 0173 . 9642919, christian.twehues@agravis.de.

Zum Video zur Bekämpfung der Roten Vogelmilbe



Betrieb Harms setzt auf schnellen Nachschub von Calcium & Co.

200 Milchkühe stehen in den Ställen von Udo Harms im niedersächsischen Berne. Der 50-Jährige führt den Betrieb gemeinsam mit seiner Frau Heike und Sohn Sven. Mitarbeiter Heiko Janßen unterstützt ebenfalls bei der täglichen Arbeit. „Wir haben natürlich viele arbeitsintensive Zeiten, aber rund um die Geburt eines Kalbes ist es immer besonders spannend“, berichtet Sven Harms. „Da investieren wir viel Zeit für das Vorbereiten der Umgebung, Beobachten des Verlaufs, Hilfestellung leisten, wenn nötig und Nachsorge beim Kalb. Bei 230 Kälbergeburten, die wir im Jahr begleiten, ist das eine Menge Zeit.“

Milchviehbetrieb Harms
Deshalb ist Familie Harms auch immer offen für neue Tipps und Tricks, die praktikabel sind und Zeit sparen. Im Frühjahr stellten Lutz Tönjes, Berater für Spezialfutter der AGRAVIS Mischfutter Oldenburg/Ostfriesland GmbH, und Ingo Hegeler, Futtermittelberater der Raiffeisen-Warengenossenschaft (RWG) Hunte-Weser eG, zwei Miravit-Produkte vor, die die Nachsorge der Kuh erleichtern und gleichzeitig die Tiergesundheit unterstützen. „Wir lösen seitdem Miravit Kuhstarter und Miravit CalciStart in 20 Liter lauwarmem Wasser auf und geben die Mischung der Kuh direkt nach der Geburt zum Trinken“, erklärt Sven Harms. „Da die Tiere sowieso bis zu 50 Liter Wasser nach der Geburt trinken, nehmen sie die beiden Produkte problemlos auf.“ Das sei früher mit der Gabe von Calcium-Boli nicht ganz so einfach gewesen, unterstreicht Heike Harms. „Gegen die Zwangseingabe haben sich die Kühe oft gewehrt und es ist ein echter Kraftakt gewesen, die Calcium-Gabe in die Kuh zu bekommen. Mit der Tränkewasser-Gabe geht es viel einfacher und schneller.“ Lutz Tönjes ergänzt: „Die Produkte sind geschmacksneutral und werden problemlos aufgenommen. Die Tiere erhalten dadurch sogar knapp 40 Prozent mehr Calcium als über die Boli-Gabe. Mit einmalig 500 Gramm Kuhstarter und 500 Milliliter CalciStart nach der Geburt sind die Kühe gut versorgt.“

Drei Produkte rund um die Geburt

Miravit Kuhstarter ist ein elektrolytbasierter Aufbautrunk für Kühe direkt nach der Kalbung, der Flüssigkeit, Energie und Elektrolyte schnell und zeitnah ergänzt. Der strapazierte Gesamtorganismus kann schneller regenerieren. Einer Labmagenverlagerung kann durch die schnelle Füllung des Pansens mit Flüssigkeit unmittelbar nach der Geburt vorgebeugt werden.

Miravit CalciStart enthält hochdosiertes, schnell verfügbares Calcium und Phosphor. Das Ergänzungsfuttermittel reduziert das Risiko von Milchfieber. Calcium ist wichtig für die Muskelfunktion“, erklärt der Spezialberater. „Darüber hinaus ist Vitamin D3 enthalten, das die Ein- und Auslagerung von Calcium und Phosphor in die Knochen mit reguliert.“

Sollte eine Kuh dennoch den Eindruck machen, als bräuchte sie einen Energieschub, gibt Sven Harms zehn Tage lang nach dem Kalben 400 Milliliter Miravit MaltoDrink. Das energiereiche Ergänzungsfuttermittel liefert dem Stoffwechsel somit wertvolle Inhaltsstoffe, die dazu beitragen, das Ketoserisiko zu senken. Miravit MaltoDrink kann alternativ direkt nach der Geburt gegeben werden. Wenn bei einer Kuh Probleme mit Milchfieber und Ketosen zu erwarten sind, sollte die Kuhstarter-CalciStart-Mischung im Tränkeeimer um 800 Milliliter MaltoDrink ergänzt werden. Danach kann es für drei bis fünf Tage einmal am Tag zwischen 800 und 1.000 Milliliter alleine im Eimer gegeben werden.

Familie Harms freut sich, dass sie mit den drei Ergänzungsfuttermitteln gute Erfolge erzielen. Die Kühe sind fit nach der Geburt und bereit für die nächste Laktation. „Und das zu einem deutlich günstigeren Preis im Vergleich zu möglichen Therapiekosten, die auf uns zukommen, wenn Krankheiten auftreten und der Tierarzt die Tiere behandeln muss. Vorbeugen lohnt sich auf jeden Fall.“


Weitere Infos gibt es bei den AGRAVIS-Spezialberatern, bei Lutz Tönjes, Telefon 0162 . 2832352, lutz.toenjes@agravis.de.



Langlebigkeit wird in Samern groß geschrieben

Der 18. Geburtstag wird groß gefeiert: endlich volljährig und Auto fahren. „Das kann Astine zwar nicht“, erzählt Gert Heinz Hesping schmunzelnd, der mit Frau Erika und Sohn Gerald einen Milchviehbetrieb führt. „Aber auch für unsere Kuh ist 18 ein besonderes Alter. Astine ist aktuell unser ältestes Tier im Stall mit der höchsten Lebensleistung von über 150.000 Kilogramm Milch und 13 Kälbern. Das sind auch einige Gründe zu feiern.“ Die Kuh mit Familienanschluss hört auf den Spitznamen Oma und ist schon mehrfache Ur-Ur-Oma.


Astine hat gute Gene

Astine ist auf dem Betrieb im niedersächsischen Samern kein Einzelfall. Ihre Oma Astra wurde 18 Jahre alt und hat ebenfalls weit über 100.000 Kilogramm Milch gegeben. „Wir legen Wert auf langlebige Kühe“, unterstreicht Gerd Heinz Hesping die Betriebsstrategie. „Derzeit befinden wir uns in der Phase der Aufstockung und haben deshalb mit einem Durchschnittsalter von 2,3 Laktationen eine recht junge Herde. Aber wir haben auch 27 Kühe, die schon vier und mehr Laktationen hinter sich haben.“ Besonders die Vor- und Nachfahren von Astine seien gesunde und leistungsfähige Tiere. „Das liegt in den Genen“, erklärt Erika Hesping. „Viele unserer Kühe aus dieser Familie, deren Namen alle mit ‚A‘ anfangen, erreichen ein stattliches Alter bei guter Gesundheit.“

Viele Einflussfaktoren für langlebige Kühe

Mit der guten Genetik legen die Hespings den Grundstein für ihre Nachzucht. Aber auch viele weitere Faktoren zahlen auf die Langlebigkeit ein: intensive Kälberaufzucht mit CombiMilk Galant, hoher Kuhkomfort mit viel Licht, Luft und Platz, gutes Grundfuttermanagement und hochwertige Futtermittel in der TMR und am Melkroboter sind wichtige Bestandteile der Milchviehhaltung auf dem Betrieb.

Leinsaat bringt viele Vorteile

Hesping setzt bei der Fütterung auf Leinsaat. Bis zu 7 Kilogramm Laktaria Lin Garant, ein Spezialmilchleistungsfutter mit extrudierter Leinsaat, werden am Melkroboter gefüttert. Elias Schulze Lefert, Spezialberater der AGRAVIS Mischfutter Westfalen GmbH, und Jens Weinrich, Außendienstberater der Raiffeisen Steinfurter Land eG, erläutern, warum Leinsaat so wertvoll ist: „Leinsaat hat eine sehr hohe Energiekonzentration. Dies wirkt sich positiv auf die Ketoseprophylaxe aus. Die enthaltenen Omega 3-Fettsäuren „unterstützen den Zyklus und verbessern die Fruchtbarkeit.“ Gerald Hesping ergänzt: „Früher haben wir bis 80 Tage nach der Kalbung Leinsaat gefüttert und danach das Kraftfutter Laktaria M Plus, ein Standardkraftfutter mit hohem Maisanteil. Nach 150 Tagen hatten wir dann immer einen Leistungseinbruch. Jetzt füttern wir mehr Leinsaat über einen längeren Zeitraum. Laktaria wird erst abgesetzt, wenn die Kühe keine 36 Liter Milch mehr geben. Damit erreichen wir durchschnittlich 400 Kilogramm mehr Milch pro Kuh. Außerdem sind Labmagenverlagerungen selten geworden. Und beim Besamungsindex erreichen wir mit 1,7 einen richtig guten Wert.“

Auch Kühe, die nach der Kalbung nicht fit sind, erhalten zusätzlich Leinsaat in Form von Miravit CelluLin. 500 Gramm dieses Ergänzungsfuttermittels mit extrudierter Leinsaat werden in Wasser aufgelöst. Dazu werden 1 bis 1,5 Liter Miravit MaltoDrink gemischt. Dadurch bekämen die Tiere wieder richtig viel Energie und würden sich sehr schnell erholen, berichtet Gerald Hesping. „Leinsaat bringt viele Vorteile für die Ration. Und wenn eine Maßnahme etwas bringt, müssen wir dafür Geld in die Hand nehmen. Wir haben den Einsatz in der Zeit niedriger Milchpreise intensiviert und damit letztendlich mehr Gewinn erzielt.“ Gert Heinz Hesping fügt hinzu: „Und das funktioniert nur mit hochwertigen Grund- und Kraftfuttermitteln.“

Weitere Infos zu diesem Thema gibt es bei Elias Schulze Lefert, Telefon 0172 . 1467710, elias.schulze.lefert@agravis.de oder bei Dr. Michael Baum, Telefon 0251 . 682-2287, michael.baum@agravis.de sowie auf www.projektlanglebigkeit.de.

Zum Video



Konzentration auf das Wesentliche

Durch das Antibiotikamonitoring und die neue Verordnung über tierärztliche Hausapotheken (TÄHAV) wird der Einsatz von antibiotisch wirksamen Substanzen für den Tierhalter immer stärker reglementiert. Grund genug, sich wieder auf die Basics zu konzentrieren und das kleine Einmaleins der Tierhaltung und Ernährung anzuwenden. Zu den Basics zählen banale Dinge wie Licht, Luft, Wasser, Platzangebot, Hygiene und eine ausreichende Ernährung.


Ernährung

Über eine sinnvolle Ernährung wurde in der jüngsten Vergangenheit oft berichtet und die Experten sind sich da einig. Die eigene Nachzucht sollte in den ersten vier Wochen intensiv mit Milch versorgt werden (mindestens 10 Liter Milchtränke pro Tag). In der Fresserproduktion muss der Energiegehalt der täglichen Milchtränke mindestens den Erhaltungsbedarf der zugekauften Kälber abdecken (mindestens 1 Kilogramm Milchaustauscher pro Tag).

Vorbeuge von Kälberdurchfall

Anstelle einer antibiotischen Therapie können Landwirte probiotisch gegen Durchfallerreger vorgehen. Einer Belastung mit Kryptosporidien und Bakterien kann mit ausgewählten phytogenen Zusätzen entgegengetreten werden. Zu empfehlen sind Produkte aus dem Miravit-Sortiment, beispielsweise Miravit Kryptosan. Und die aufgekochte Leinsaat zeigt immer noch ihre positive Wirkung in Miravit CelluLin.

Licht

Ein heller Stall (zirka 500 Lux für 16 Stunden) fördert die Futteraufnahme. Im Sommer ist das meistens kein Problem. Doch wie sieht das Lichtprogramm in den Wintermonaten aus? Zu bedenken ist, dass ein Wiederkäuer bei Dunkelheit deutlich weniger frisst.

Wasserversorgung

Mehrere Tränken pro Gruppe versorgen die Kälber mit einwandfreiem Wasser. Wichtig ist, dass Wasserqualität und Durchflussmenge der Tränken bekannt sind. Wassermangel begrenzt die Futteraufnahme. Ein Kalb stellt sich nicht zum Wassertrinken an, es resigniert sehr schnell.

Hygiene

Beim Thema Hygiene stellt sich die Frage: Reinigungsmittel oder nur Hochdruckreiniger mit kaltem Wasser, bevor desinfiziert wird. Dazu der Hinweis: Ein Desinfektionsmittel hat keine fettlösende Eigenschaft, so dass ein Reinigungsmittel unbedingt genutzt werden sollte.

Platzangebot

In der Gruppenhaltung sollte jedem Kalb eine Grundfläche von mindestens 3 Quadratmetern zur Verfügung stehen. Also muss bedacht werden, wie viele Kälber eingestallt werden und wie groß der Stall ist. Auch Kälber leben in einer Rangordnung und die schwächsten wollen sich gelegentlich zurückziehen.

Trotz Spaceboard an den Seiten wurde die Luftqualität durch den Schlauch deutlich verbessert.
Luftqualität

Kälber stellen auch an die Luftqualität hohe Ansprüche. Und es gilt, den Lauf- und Liegebereich der Tiere zu belüften und nicht den Futtergang in Augenhöhe des Tierhalters. Nun werden Kälber häufig in Offenfrontställen gehalten und in der Tat entsteht ein Luftaustausch, so lange es draußen windig ist und der Stall nicht zu sehr mit Windnetzen verschlossen wurde. Bei Windstille allerdings findet kein Luftaustausch statt. Die Luft stellt physikalisch gesehen eine Masse dar (knapp 1,3 Kilogramm/Kubikmeter) und unterliegt somit den Gesetzen der Schwerkraft und der Trägheit. Insofern ist es schwierig, einen Kälberstall ohne eine Zwangsbelüftung optimal zu managen. Es mag Zeiten geben, da funktioniert es einigermaßen auch ohne Lüftung. Das hat dann aber auch mit Glück und Zufall zu tun. In diesem Zusammenhang hat sich die Überdrucklüftung bewährt, mit der gezielt und permanent frische Außenluft in den Tierbereich geleitet wird. Das kann durch Schläuche oder Rohre geschehen, die in bestimmter Art und Weise durchlöchert sind.

Bei Fragen zu diesem Thema stehen Klaus Bürsken, Telefon 0172 . 5306363, klaus.buersken@agravis.de, und die Berater der AGRAVIS-Produktionsberater zur Verfügung.



AGRAVIS aktuell 3/2018



Rainer Melle bereitet Puten auf den Sommer vor

Beraten gemeinsam, was bei Hitze zu tun ist (v. li.): Andre Stevens, Produktmanager Geflügel, Landwirt Rainer Melle und Michael Eilers-Rethwisch, Geflügel-Produktionsberater.
Dass Puten empfindliche Tiere sind, weiß Rainer Melle aus langjähriger Erfahrung. Seit 29 Jahren mästet der Landwirt aus Großenkneten-Hespenbusch Puten. Zur Zeit hält er 10.000 und 6.000 vorgezogene Putenhähne an zwei Standorten. „Im Sommer 2015 haben wir Lehrgeld bezahlt, als wir eine lange, heiße Phase und große Temperaturdifferenzen zwischen den einzelnen Tagen hatten“, erzählt Melle. „Besonders die Tiere in der Endmast können Hitze nicht gut vertragen. Deshalb haben wir ins Stallklima investiert, das Management optimiert und unterstützen mit Ergänzungsfuttermitteln den Organismus. So können wir bei Hitze noch besser agieren.“

Hitzevorwarnungen

Für Rainer Melle ist es wichtig, noch besser vorbereitet zu sein, wenn die Hitze kommt. Vorgewarnt wird er nun durch die Miravit Thermotool-App, die er sich auf sein Smartphone heruntergeladen hat. Ein Hitzestress-Index, berechnet aus Temperatur und Luftfeuchtigkeit, gibt eine Vorhersage für die nächsten Tage an. „Dann weiß ich, was auf mich zukommt und kann schon im Vorfeld an den richtigen Schrauben drehen“, freut sich der Landwirt über die digitale Unterstützung.

Maßnahmen gegen Hitzestress

Im Frühjahr 2015 hat der Betriebsleiter vier Sommerlüfter in jeden Stall gebaut. Trotzdem musste er im gleichen Jahr im Juli aufgrund einer Hitzeperiode hohe Verluste hinnehmen. Deshalb hat Melle 2016 noch eine Sprühkühlung in den Ställen installiert, die je nach eingestellter Temperatur und Luftfeuchtigkeit in regelmäßigen Intervallen Wasser über sehr feine Düsen im Stall verteilt. „Dabei darf es nicht zu feucht werden, damit sich die Tiere nicht erkälten“, erklärt Melle. „Damit kann die Temperatur um 3 °C bis 8 °C gesenkt werden.” Gefüttert werden die Puten je nach Mastphase mit Putenmastfutter P3 bis P6. Der darin enthaltene gebrochene Mais trägt zur besseren Ausprägung der Muskelmagen-Aktivität und zu einer verbesserten Darmgesundheit bei. Weiterhin führt die optimierte Nährstoffzusammensetzung zu einer guten Verdaulichkeit des Futters, was die Puten zudem besonders im Sommer unterstützt. Mit der Zugabe von Ergänzungsfuttermitteln unterstützt Melle bei hohen Temperaturen ab 30 °C vor allem das Wohlbefinden der großen Tiere ab der 18. Lebenswoche zusätzlich. Ein kombinierter Einsatz aus Miravit AscoStabil und Miravit Hydrolac hat sich für den Putenhalter bewährt.

Ergänzungsfuttermittel werden über das Tränkewasser verabreicht

Produktmanager Andre Stevens erläutert, was die Ergänzungsfuttermittel bewirken: „Miravit AscoStabil kann die antioxidative Fähigkeit im Organismus steigern, freie Radikale binden und somit unschädlich machen. Diese speziell ausgewählte Kombination sorgt unter anderem für eine längere Stabilität der hergestellten Gebrauchslösung. In Miravit Hydrolac befinden sich Elektrolyte, um die Elektrolyt-Verluste über die Schnabelatmung zu kompensieren.“ Michael Eilers-Rethwisch, Geflügel-Produktionsberater der AGRAVIS Mischfutter Oldenburg/Ostfriesland GmbH, der den Betrieb gemeinsam mit der Raiffeisen Bissel eG berät, hat gute Erfahrungen mit der Kombination gesammelt: „Die Tiere sind fit und haben weniger Stress, wenn es heiß ist.“ Die beiden Produkte sollten am Tag der Hitze und am Tag darauf über das Tränkewasser verabreicht werden. Für 1.000 Liter Tränkewasser werden 1,5 Liter AscoStabil und fünf Tabletten Hydrolac benötigt.

Wenn die Hitze kommt, verbringt Rainer Melle noch mehr Zeit im Stall: Lüftungs- und Sprühkühlungsintervalle werden überprüft und die Ergänzungsfuttermittel dosiert. „Natürlich ist das zeitlich und finanziell mehr Aufwand. Aber wir wollen, dass es den Tieren gut geht und sie möglichst wenig Stress haben“, lautet das Fazit des Landwirts.

Infos gibt es bei den AGRAVIS-Produktionsberatern und bei Andre Stevens, Telefon 0251 . 682-2283, andre.stevens@agravis.de.

Die Miravit-Thermotool-App ist im Google Play-Store und iTunes-Store erhältlich.



Henning Arnken: Effizienz statt Maximalleistung

Freuen sich, dass die Ration gut bei den Kühen ankommt (v. li.): AGRAVIS-Produktmanager Dr. Peter Rösmann, Henning Arnken, AGRAVIS-Produktionsberater Andreas Bührmann und Martin Bertels, Geschäftsführer der RWG Ammerland-Ostfriesland eG.
In der Region Oldenburg ist der Grünlandanteil hoch. Entsprechend viele Milchviehhalter sind in der Region aktiv. Henning Arnken ist mit 120 Milchkühen einer davon. „Obwohl wir die Färsen zukaufen und keine eigene Nachzucht mehr aufziehen, haben wir keine Probleme mit Krankheiten. Die Tiere sind gesund, haben eine gute Futteraufnahme und eine stabile Leistung“, beschreibt der Betriebsleiter seine Herde. Vor allem die Futtereffizienz liegt ihm dabei am Herzen: „Bei mir steht nicht die maximale Leistung im Fokus, sondern effizient zu füttern: Aus weniger Futter mehr Milch machen. Das ist kein Widerspruch. Vielmehr müssen viele Rädchen perfekt ineinander greifen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Denn damit wird am Ende das Geld verdient.“ Ein wichtiger Faktor ist dabei die Produktion von qualitativ hochwertigem Grundfutter.


Das Laktaria QFit-Programm

Vor rund drei Jahren hat Henning Arnken erstmals Laktaria Qfit, ein Milchleistungsfutter mit Aminosäuren, getestet. „Erst habe ich es on top mit dem Kraftfutter im Melkroboter gefüttert. Das hat von Anfang an gut funktioniert. Dann habe ich nach und nach das Kraftfutter im Melkroboter und auch am Futtertisch um insgesamt 2 Kilogramm reduziert. Die Leistung ist dennoch stabil geblieben, der Phosphor-Anteil in der Fütterung konnte aufgrund der Rohproteinreduzierung ebenfalls reduziert und die Tiergesundheit gleichzeitig gesteigert werden.“

Aminosäuren sind entscheidend in der Milchviehfütterung

AGRAVIS-Produktmanager Dr. Peter Rösmann erläutert, warum die Aminosäuren in der Milchviehfütterung so wichtig sind: „Ein hoher Grassilageanteil geht mit einem hohen Rohproteingehalt der Ration einher. Grundsätzlich benötigen Kühe aber keine Proteine, sondern Aminosäuren. Methionin und Lysin gelten als begrenzende Aminosäuren in der Milchviehfütterung, denn die Kuh kann diese nicht selbst bilden. Werden sie als Ergänzungsfuttermittel zugeführt, stehen sie der Kuh im Dünndarm zur Verfügung.“ Dies hat einen positiven Effekt auf die Milchmenge und den Milcheiweißgehalt bei gleichzeitiger Einsparung von Protein in der Ration. Außerdem wird der Leberstoffwechsel entlastet, da weniger wertvolle Aminosäuren über den Harn ausgeschieden werden. „Wird gleichzeitig der Phosphorgehalt in der Ration gesenkt, werden neben den N-Ausscheidungen auch die Phosphorausscheidungen vermindert. Beides wichtige Faktoren, die sich auch positiv auf die Umsetzung der neuen Düngeverordnung auswirken“, stellt Rösmann einen großen Vorteil dar. Andreas Bührmann, Produktionsberater der AGRAVIS Mischfutter Oldenburg/Ostfriesland GmbH, ergänzt: „Hier in der Region werden Aminosäuren aufgrund hoher Grassilageanteile schon seit vielen Jahren zugeführt – allerdings ging es früher mehr um eine bessere Tiergesundheit. Der positive Effekt auf die Düngebilanz ist aktuell ein weiterer wichtiger Vorteil für die Betriebe.“

Individuelle Grundfutteranalyse

Allerdings spielt die Zusammensetzung der Ration eine wichtige Rolle, um exakt am Bedarf der Tiere zu füttern. „Die individuelle Grundfutteranalyse schärft den Blick auf die Ration“, weiß Bührmann aus Erfahrung. „Um genau am verdaulichen Phosphor und dem Bedarf an Mengenelementen zu füttern, ohne Milchleistung einzubüßen und gleichzeitig Nährstoffe und Fläche einzusparen, brauchen wir individuelle Analysen des Grundfutters.“ Denn auch Phosphor ist essentiell für die Versorgung der Milchkühe und kann nicht einfach „Pi mal Daumen“ eingespart werden, um weniger Phosphor in der Gülle zu haben.

Phokus hilft bei der bedarfsgerechten und phosphoroptimierten Rationsgestaltung

Das AGRAVIS-Rationsberechnungstool Phokus bietet bei der Berechnung wichtige Hilfestellungen, erläutert Dr. Peter Rösmann: „Die Rationsgestaltung wird auf der Basis des darmverdaulichen Phosphors bei der Milchkuh optimiert und gleichzeitig der Phosphorbedarf der Pansenmikroben berücksichtigt. So wird eine gezielte Absenkung des Brutto-Phosphorgehaltes in der Gesamtration ermöglicht.“ Auf der Basis der betriebsindividuellen Nähr- und Mineralstoffanalysen der eingesetzten Silagen kann Andreas Bührmann mit Phokus eine bedarfsgerechte und phosphoroptimierte Milchviehration unter Berücksichtigung der möglichen Phosphoreinsparung in der Ration für seine Betriebe berechnen. Dies spart Futterkosten, verringert nachhaltig die Phosphorüberhänge in der Ration und leistet gleichzeitig einen Beitrag zur zukunftsorientierten Milcherzeugung.

Praxistaugliche Konzepte sind umsetzbar

Martin Bertels, Geschäftsführer der Raiffeisen-Warengenossenschaft (RWG) Ammerland-Ostfriesland eG, die Henning Arnken ebenfalls als Handelspartner unterstützt, schätzt die große Datenbasis, die auf dem Gebiet der phosphor- und aminosäurenoptimierten Fütterung bei AGRAVIS vorhanden ist. „Das Thema wird hier schon seit vielen Jahren umgesetzt, stetig weiterentwickelt und basiert auf sehr vielen Daten – Futteranalysen und Rationsberechnungen. Aufgrund dieser hohen Erfahrungswerte wissen wir, dass sich Aminosäureoptimierung und Phosphorreduzierung in praxistaugliche Konzepte und effiziente Rationen umsetzen lässt. Unsere Berater können in der Berechnung und Beratung auf eine fundierte und breite Datenbasis zurückgreifen.“

Henning Arnken hat ein System für seinen Betrieb gefunden, das gut läuft. „Letztendlich habe ich für mich entschieden, lieber Feinheiten besser zu machen, um die Futtereffizienz noch weiter zu erhöhen, als weiter zu wachsen.“

Weitere Infos gibt es bei den AGRAVIS-Produktionsberatern, bei Dr. Peter Rösmann, Telefon 0251 . 682-2262, peter.roesmann@agravis.de, und Andreas Bührmann, Telefon 0173 . 3513752, andreas.buehrmann@agravis.de.



AGRAVIS aktuell 2/2018



Dr. Svenja Sudeick ist Tierärztin bei der AGRAVIS Raiffeisen AG.

Folgeschäden nicht unterschätzen

Milchfieber gehört zu den häufigsten Stoffwechselerkrankungen von Kühen rund um den Geburtszeitpunkt. Dr. Svenja Sudeick, Tierärztin bei der AGRAVIS Raiffeisen AG, informiert über die Auswirkungen und erläutert, warum die Milchfieberprophylaxe so wichtig ist.

Was ist Milchfieber?

Dr. Sudeick: Milchfieber ist eine Erkrankung, die vor allem bei Kühen rund um die Geburt auftritt. Die Ursache ist ein verminderter Gehalt an Calcium im Blut. Vor allem Kühe mit einer sehr guten Milchleistung tragen ein erhöhtes Risiko. In der Laktation benötigt die Kuh mehr Calcium, da ein beträchtlicher Anteil mit der Milch abgegeben wird. Diesen Bedarf versucht die Kuh über die Aufnahme von Calcium aus dem Futter und die Mobilisation aus den Knochen zu decken. Werden betroffene Tiere nicht rechtzeitig behandelt, kann ein solcher Zustand schnell lebensbedrohlich werden.

An welchen Symptomen kann der Landwirt Milchfieber bei seinen Kühen erkennen?

Dr. Sudeick: Milchfieber kann in unterschiedlichen Varianten auftreten. Beim klassischen Milchfieber (Calciummangel) sind die Tiere unruhig, fressen nicht, die Muskeln zucken zum Beispiel im Schulterbereich und an den Ohren. Sie zeigen ein verändertes Gangbild. Mit fortschreitender Symptomatik werden die betroffenen Kühe träge, schläfrig und liegen schließlich fest. Auch ein Phosphor- oder Magnesiummangel kann ursächlich für das Festliegen der Kühe sein, da der Calcium- und der Phosphorstoffwechsel eng miteinander verknüpft sind. Die Tiere sind dabei jedoch nicht komatös, fressen und geben weiter Milch. Bei der Bezeichnung Milchfieber erwartet man eigentlich einen Anstieg der Körpertemperatur. Tatsächlich ist aber ein Absinken der Körpertemperatur zu beobachten. Ein typisches Zeichen bei Milchfieber sind kalte Ohren. Bei der subklinischen Form sind häufiges Liegen (kein Festliegen), wechselwarme Ohren, eine schlechte Futteraufnahme, fehlendes Wiederkauen sowie zögerliches, schwerfälliges Aufstehen zu beobachten. Die nach der Kalbung erwartete Milchleistung wird häufig nicht erreicht. Betroffene Kühe sind zudem deutlich anfälliger für Krankheiten. Subklinisches Milchfieber wird häufig erst bei genauerer Betrachtung erkannt, da die Symptome unscheinbarer sind als die des klassischen Milchfiebers. Aus diesem Grund sollte vorbeugend agiert werden.

Was ist zu tun, wenn eine Kuh an Milchfieber erkrankt?

Dr. Sudeick: Akute Fälle, bei denen die Kuh festliegt, sind als Notfall zu betrachten und müssen sofort behandelt werden. Der Rat des Hoftierarztes ist unverzüglich einzuholen. Er erstellt den Therapieplan und begleitet Landwirt und Kuh während der Behandlung. Eine Calciuminfusion ist häufig die erste Maßnahme, um die Kuh zu stabilisieren.

Welche Folgen hat Milchfieber für die Kuh?

Dr. Sudeick: Calcium ist an der Kontraktion der Muskulatur beteiligt. Durch verminderte Muskeltätigkeit bei Calciummangel können die Tiere ausrutschen und festliegen. Folgen sind Muskelschädigungen und Knochenbrüche. Auch der Schließmuskel in der Zitze wird beeinträchtigt, sodass der Zitzenkanal nach dem Melken nicht mehr ausreichend schließt. Keime können in das Euter eindringen und das Risiko für eine Mastitis erhöht sich. Wehenschwäche oder Nachgeburtsverhalten können als Folge schwacher oder fehlender Kontraktion der Gebärmutter auftreten. Durch die reduzierte Futteraufnahme können Ketosen entstehen. Außerdem kann eine Beeinträchtigung der Pansen- und Labmagenmotorik zu einer Labmagenverlagerung führen. Anhand diverser möglicher Folgeschädigungen sollte Milchfieber vor allem als Bestandsproblem nicht unterschätzt werden.

Welche Vorbeugemaßnahmen kann der Landwirt treffen?

Dr. Sudeick: Eine Grundvoraussetzung, um Milchfieber zu vermeiden, ist eine gute Futteraufnahme um den Kalbetermin, sodass Calcium aus dem Futter in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Überkonditionierte Kühe, schnelle Rationswechsel und schlechte Haltungsbedingungen sind zu vermeiden. Um den Calciumhaushalt zu regulieren, werden Konzepte benötigt, die die Freisetzung aus den Knochen und die Aufnahme aus dem Darm optimieren. Bewährt hat sich hier unter anderem die orale Gabe von Calciumpräparaten. Das Produkt Miravit CalciStart zählt zu diesen Präparaten. Miravit CalciStart (500 Milliliter) enthält zusätzlich zu 59 Gramm verfügbarem Calcium, Phosphor und Vitamin D. Vitamin D reguliert unter anderem die Ein- und Auslagerung von Calcium und Phosphor aus den Knochen.

Wie wird Miravit CalciStart angewendet?

Dr. Sudeick: 500 Milliliter Miravit CalciStart werden der Kuh unmittelbar vor oder nach der Kalbung verabreicht. Eine zweite Gabe sollte im Abstand von acht bis zwölf Stunden erfolgen. Das Produkt ist geschmacksneutral, sodass die Kühe es freiwillig aufnehmen. Eine Zwangseingabe mit der Drenchpistole ist somit nicht notwendig.

Als Praxistipp kann das Produkt zusammen mit einer Elektrolytlösung wie Miravit KuhStarter oder einem Energietrunk wie Miravit MaltoDrink direkt nach der Geburt an die Kuh vertränkt werden.


Fragen zu diesem Thema beantwortet Dr. Svenja Sudeick, Telefon 0251 . 682-2426, svenja.sudeick@agravis.de und Ihre AGRAVIS-Produktionsberater vor Ort.



Um die Nährstoffe aus der Fütterung effektiv im Organismus nutzen zu können, ist eine gesunde Entwicklung des Magen-Darm-Traktes besonders wichtig.

Grundstein für Gesundheit rechtzeitig legen

Die Produktsicherheit und –qualität zählen neben der Tiergesundheit zu den bedeutendsten Faktoren in der Legehennenhaltung. Die vergangenen Monate zeigten, welche Bedeutung diese Faktoren in der Eierproduktion haben. Den Grundstein für die Tiergesundheit und die Vermeidung von aggressivem Verhalten der Tiere gilt es rechtzeitig zu legen.

Magen-Darm-Gesundheit entscheidend

Die Eiqualität und Schalenstabilität sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Eivermarktung. Um die Nährstoffe aus der Fütterung effektiv im Organismus nutzen zu können, ist eine gesunde Entwicklung des Magen-Darm-Traktes besonders wichtig. Mehr als 60 Prozent der Immunabwehr finden im Darm statt. Die Bildung einer funktionierenden Darmbarriere beschreibt die Fähigkeit des Darms, das Eindringen von pathogenen Erregern aus dem Darminneren in den Organismus der Tiere zu unterbinden. Probiotische Mikroorganismen, die im Miravit Microflosan S mit wirtsspezifischem Charakter enthalten sind, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Eine Besiedlung des Dünn- und Blinddarms mit den wirtsspezifischen Mikroorganismen über das Tränkewasser zeigen besonders in der frühen Lebensphase einen positiven Effekt. Miravit Microflosan S kann die Darmgesundheit und somit die Verdauungsfunktionen fördern, um die Nährstoffe effektiv für die Produktion der Eier und den Erhaltungsbedarf zu resorbieren. Eine Verabreichung an den ersten Lebenstagen und jeweils nach Stresssituationen hat sich in dieser Hinsicht bewährt. Eine weitere Verabreichung ist in der ersten Woche nach der Umstallung in den Legehennenstall empfehlenswert, um einem möglichen mikrobiellen Ungleichgewicht im Darm entgegenzuwirken.

Bekämpfung der roten Vogelmilbe

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass eine vorbeugende Bekämpfung der Roten Vogelmilbe in den Legehennenställen in den ersten Monaten des Jahres von großer Bedeutung ist. Die Lebensweise dieses Parasiten steht in Abhängigkeit mit der Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Somit kann sich die Dauer der Entwicklung vom Ei bis hin zur adulten Milbe auf ca. zwei Wochen verringern, sobald die Temperatur 25 °C beträgt. Eine schnelle Entwicklung der Population und somit negative Auswirkungen auf die Tiergesundheit und die Eiqualität wären die Folge. Der Anteil an verkaufsfähigen Eiern könnte auf Grund von blutigen Verschmutzungen der Eischale reduziert werden.

Aufwertung von Desintec M-Ex Profi 80

Eine weitere Auswirkung des Milbenbefalls können die Schwächung des Immunsystems, abnehmende Eigewichte und Verletzungen durch auftretenden Kannibalismus sein. Um diesen Auswirkungen vorzubeugen, hat sich der Einsatz von Desintec M-Ex Profi 80 im frühen Jahresverlauf in den vergangenen Jahren bewährt. Eine physikalische Aufwertung des Produktes zielt auf die Steigerung in der Effektivität bei der Bekämpfung der Roten Vogelmilbe hin. In diesem Zusammenhang konnte der LD50-Wert auf viereinhalb Stunden nach Abtrocknung des Produktes herabgesetzt werden. Dieser Wert gibt die Zeit an, in der 50 Prozent der Milben nach Abtrocknung der Gebrauchslösung auf der Oberfläche des Anlagensystems bei optimalen Bedingungen abgetötet werden können. Eine weitere Steigerung in der Effektivität kann durch die rechtzeitige Ausbringung von Desintec M-Ex Profi 80 erreicht werden, bevor die Anzahl an Roten Vogelmilben auf ein zu hohes Maß ansteigt.

Vorbeugung einer schwachen Eischale

In der späteren Phase der Legeperiode gilt es, einer schwächeren Eischale vorzubeugen. Häufig ist eine abnehmende Calcium-Resorption im Dünndarm die Ursache. Vitamin D3 ist in der aktivierten Form von Calcidiol im Miravit CalPhos/Calcidiol enthalten und kann den Calcium-Phosphor- Stoffwechsel wieder ins Gleichgewicht bringen. Der Prozess der Eischalenbildung kann wieder stabilisiert werden. Eine Verabreichung sollte über drei Tage alle vier Wochen über das Tränkewasser dosiert werden. Im gesamten Verlauf der Legephase gilt es, die Managementfaktoren zu optimieren, um Tiergesundheit, Qualität und Sicherheit der produzierten. Eier positiv zu beeinflussen.

Mehr Informationen zu den Hygiene- und Vitalisierungskonzepten erhalten Sie bei Ihrem AGRAVIS-Ansprechpartner vor Ort oder bei Andre Stevens, Telefon 0175 . 2958357, andre.stevens@agravis.de.

Biozide vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Kennzeichnung und Produktinformation lesen.



AGRAVIS aktuell 1/2018



Milchhof Große Kintrup setzt auf neues Kälbermanagement

Sind als Team erfolgreich (v. li.): Herdenmanager Tobias Adler, Elias Schulze Lefert (AGRAVIS Raiffeisen AG), Johannes Wöstmann (Raiffeisen Bever-Ems eG) und Dominique Jeske (AGRAVIS Raiffeisen AG).
Durchfall, Flechte, Grippe – Tobias Adler weiß, wie die Kinderkrankheiten den Kälbern zusetzen können. Vor vier Jahren waren es dem Herdenmanager des Milchhofs Große Kintrup in Münster-Handorf noch zu viele Krankheiten, die seinen jüngsten Schützlingen den Start ins Leben erschwerten. So erarbeitete er gemeinsam mit Dominique Jeske, AGRAVIS-Spezialberaterin für Kälber, und Elias Schulze Lefert, AGRAVIS-Spezialberater Rind, Schritt für Schritt ein neues Managementsystem für die Kälberaufzucht. Heute liegen die Kälberverluste nur noch bei 1,8 Prozent, die Tierarztkosten für die Kälber liegen bei nahezu Null.

Biestmilchmanagement

„Wir haben jeden Schritt im System unter die Lupe genommen und einiges auf Links gedreht“, wirft Tobias Adler einen Blick zurück. Als erstes wurde das Biestmilchmanagement verändert: Die erste Mahlzeit der Kälber besteht aus Biestmilch der Mutterkuh. „Das haben wir schon immer so gemacht“, erklärt Adler. „Jetzt testen wir aber bei jeder Kuh die Biestmilchqualität. Ist die Qualität nicht ausreichend, bekommen sie nun eine Tube Miravit Oramun Plus.“ Dominique Jeske ergänzt: „Dieses Ergänzungsfuttermittel sichert bei neugeborenen Kälbern die zusätzliche Versorgung mit Immunglobulinen, Eisen und Vitaminen bei mangelhafter Biestmilchqualität oder -menge. Dadurch werden die Tiere widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten.“

Ad libitum Fütterung

Eine weitere wichtige Änderung wurde mit der Einführung der ad libitum-Fütterung durchgeführt: In den ersten drei Lebenswochen erhalten die Kälber zehn Liter Vollmilch am Tag. Dabei bleibt der Eimer Tag und Nacht vor dem Iglu hängen, sodass die Kälber jederzeit Zugang zur Milch haben. Mit Kälbertafeln an jeder Box hält der Herdenmanager mehrmals am Tag fest, wie viel Milch schon getrunken wurde. Für eine bessere Eisenversorgung wird Miravit MilkIdeal in die Vollmilch eingerührt – insgesamt 100 Gramm pro Tier und Tag. „Vor allem für eine ausreichende Versorgung mit Eisen ist der Einsatz des Ergänzungsfuttermittels bei der Vollmilchtränke ein Muss“, macht die Beraterin deutlich. „Wir haben festgestellt, dass sich die Kälber dadurch besser entwickeln, agiler und vitaler sind “, fügt Adler hinzu. Außerdem erhalten die Kälber von Anfang an Wasser und Combikorn Kälbermais zur freien Verfügung.

Von Vollmilch auf Milchaustauscher

Nach 21 Tagen ad libitum-Vollmilchtränke werden die Tiere auf den Milchaustauscher Combimilk Spezial umgestellt und erhalten insgesamt acht Liter am Tag. „Wir stellen relativ früh um, da die Kälber nach drei Wochen auf die Aufzuchtbetriebe in Greven und Ahaus kommen“, erläutert Adler. „Dadurch sind sie schon an den Milchaustauscher gewöhnt, wenn die Umstallung erfolgt, und wir erzeugen keinen zusätzlichen Stress durch die Futterumstellung.“ Combikorn Kälbermais wird noch einige Wochen gefüttert. Erst später werden die Tiere an Gras- und Maissilage gewöhnt. Darüber hinaus besteht ein strenges Hygienemanagement auf dem Betrieb. So werden die Abkalbeboxen nach jeder vierten Kalbung, spätestens aber nach 14 Tagen entmistet und täglich neu eigestreut. Auch die Kälberiglus werden täglich eingestreut und nach jedem Kalb gereinigt und desinfiziert. Außerdem hat jedes Kalb seinen eigenen Eimer. So wird die Belastung durch Keime gering gehalten.

Langlebige Milchkühe

Nach zwei Jahren kommen die Jungtiere tragend zurück. „Wenn die Tiere in die Laktation kommen, zeigt sich, wie fit sie wirklich sind“, verdeutlicht AGRAVIS-Spezialberater Elias Schulze Lefert. „Den Grundstein dafür legt der Betrieb aber schon ab dem ersten Lebenstag. Die Erfahrungen auf dem Milchhof Große Kintrup zeigen: Insbesondere wenn die weibliche Nachzucht für die Remontierung der Milchviehherde genutzt wird, zahlt sich die intensive Aufzucht aus. Dann kann der Betrieb auf leistungsstarke, gesunde und langlebige Milchkühe im Stall setzen.“

Tobias Adler freut sich, dass das System greift. „Seit der Einführung haben wir deutliche Verbesserungen erzielt: Die Kälber haben weniger Krankheiten, entwickeln sich besser und sind später vitale Milchkühe. Jede einzelne Maßnahme für sich ist wichtig, aber erst alle gemeinsam, die dazu passenden Produkte und eine gute Beratung bringen ein sichtbares und messbares Ergebnis.“

Infos gibt es bei Dominique Jeske, Telefon 0173 . 7293226 oder dominque.jeske@agravis.de.

Zum Video



Infektionsketten wirksam unterbrechen

Mist, Staub, Insekten, Schuhe und Fahrzeugreifen sind nur einige Faktoren, an denen Kokzidien bereits innerhalb und außerhalb von Geflügelställen nachgewiesen wurden. Die Kokzidiose ist eine parasitäre Darmerkrankung des Geflügels, die jährlich weltweit einen großen Schaden in der Geflügelwirtschaft verursacht. Nach der Aufnahme von sporulierten Oozysten aus der Umwelt erfolgt eine Freisetzung der Sporozoiten im Darm des Geflügels. Weiterhin findet eine Vermehrung durch Spaltung in Form von mehrfachen Kernteilungen statt, die gebildeten Merozoiten befallen weitere Zellen und ein mehrphasig verlaufender Vermehrungszyklus kann mit einem unterschiedlich starken Verlauf befallene Darmzellen zerstören. Im weiteren geschlechtlichen Vermehrungsschritt werden die Oozysten gebildet, mit dem Kot wieder ausgeschieden und sporulieren innerhalb von 48 Stunden.

Schäden durch Kokzidien

Welchen Schaden die Kokzidiose im Tier verursacht, hängt von mehreren Faktoren ab. Die Vitalität des Tieres kann den Krankheitsverlauf beeinflussen. Ein positiv entwickelter Darm kann in dieser Situation widerstandsfähiger sein, als ein Darm, der sich bereits mit anderen Infektionen auseinandersetzt. Im Hinblick auf einen positiv entwickelten Darm hat sich der Einsatz von Miravit Microflosan S, einer Kombination aus mehreren wirtsspezifischen Mikroorganismen zur Besiedlung und Kolonisierung im Dünndarm und Blinddarm, direkt nach der Einstallung und nach dem ersten Futterwechsel, bewährt. Auch kann die Möglichkeit bestehen, durch ein entsprechendes Einstreumanagement das Risiko einer Kontamination zu reduzieren.

Die Einstreu beachten

Feuchte Stellen in der Einstreu sollten durch eine entsprechende Steuerung und Einstellung der Leitungen für Tränkewasser und durch das Klimamanagement vermieden werden. Falls es dennoch zu einem erhöhten Feuchtigkeitsgehalt in der Einstreu kommt, sollten diese Bereiche nachgestreut werden. Desintec SoftCell, ein Einstreuprodukt bestehend aus Lignocellulose, stellt sich in dieser Hinsicht, auf Grund seiner schnellen und ergiebigen Wasserbindungseigenschaften, als besonders geeignet dar.

Reinigung und Desinfektion

Während der Serviceperiode sollte die Möglichkeit genutzt werden, Infektionsketten zu unterbrechen und die Anzahl an Bakterien, Viren, Pilzen und Kokzidienoozysten zu reduzieren. Der Abtransport des Mistes von dem Standort des Betriebes ist dabei der erste entscheidende Faktor, um spätere Kontaminationen auf dem Standort zu unterbinden. Die Oberflächengestaltung außerhalb und innerhalb des Stalles entscheidet maßgeblich darüber, welches Ergebnis nach der gründlichen Reinigung mit Wasser erreicht werden kann. Grundsätzlich sollte nach dem Einweichen und dem Vorwaschen des Stalles ein alkalischer Reiniger auf die Oberfläche aufgetragen werden. Desintec StallClean Basis, ein hochalkalisches Reinigungsmittel mit einem pH-Wert von 12,5, entfernt während der Grundreinigung den Fett- und Eiweißfilm von der Oberfläche. Organische Substanz würde den Wirkungsprozess der einzelnen Wirkstoffe nach Ausbringen der Desinfektions-Gebrauchslösung herabsetzen. Beim Nachweis von Kokzidienoozysten im Stall sollte ein Wirkstoff gewählt werden, der die Kokzidienoozysten wirksam reduzieren kann.

Desintec Fl-des Allround, ein 2-Komponenten Desinfektionsmittel, welches wirksam gegen Bakterien, Viren, Pilze und Kokzidienoozysten ist, weist somit eine Wirkung für alle erforderlichen Bereiche auf. Als sehr vorteilhaft gilt zu erwähnen, dass mit dieser Wirkstoffkombination ein Arbeitsschritt gegenüber vergleichbaren Varianten auf dem Markt eingespart werden kann. Besonders in der zeitlich begrenzten Serviceperiode kann somit wertvolle Zeit gewonnen werden. Fahrzeuge, Zubehör, Schuhe und den Außenbereich vor dem Stall gilt es nach der Reinigung ebenfalls zu desinfizieren, um spätere Kontaminationen zu vermeiden.

Alle Maßnahmen sind die Voraussetzung für die Tiergesundheit und somit für den Erfolg im darauffolgenden Durchgang. Ein bedeutender Teil der gesamten Immunabwehr erfolgt im Darm und ist somit entscheidend für die Vitalität der Tiere.

Mehr Informationen zu den Hygiene-und Vitalisierungskonzepten gibt es bei Andre Stevens, Telefon 0175 . 2958357 oder andre.stevens@agravis.de.



Heute schon an die Herde von morgen denken

Langlebige und leistungsfähige Kühe sollen es werden – das ist der Wunsch eines jeden Milchviehhalters. Neben gesunden Klauen, einem gepflegten Euter und einer bedarfsgerechten Fütterung ist eine gut durchdachte und geplante Kälber- und Jungrinderaufzucht sehr wichtig für die künftige Herde.

In einer systematisch gut geplanten Kälberaufzucht sinkt die Verlustrate deutlich unter 10 Prozent, wenn die Umgebung (Hygiene, Licht, Luft, Wasser) das zulässt. Es stehen also mehr junge, leistungsfähige Färsen zur Verfügung. Werden gleichzeitig in der Milchviehherde die Pflegemaßnahmen an Klauen und Euter intensiviert und die Fütterung gerade in den ersten 100 Tagen optimiert, verringert sich zudem die Remontierungsquote. Jeder Milchviehbetrieb muss sich dann also Gedanken darüber machen, wie die überschüssigen Tiere am besten zu vermarkten sind. Eine interessante Option ist der Einsatz von gesextem Sperma.

In Zukunft würden die besten Kühe mit der Milchrasse besamt (Schwarzbunt/HF), in der Hoffnung auf ein Kuhkalb. Bei den weniger guten Tieren würde dann eine Fleischrasse eingesetzt (beispielsweise blau-weiße Belgier), in der Hoffnung auf ein Bullenkalb. Diese Bullenkälber werden vom Handel für die Fresserproduktion gesucht und relativ gut bezahlt. In Zukunft würde dieser Betrieb also nur noch die Rinder halten, die für die eigene Remontierung benötigt werden. Vor dem Hintergrund der neuen Düngeverordnung ist ein niedriges Erstkalbealter bei einer gleichzeitig niedrigen Remontierungsquote eine interessante Option.

Moderne Kälberaufzucht

Die moderne und sinnvoll geplante Kälberaufzucht sieht folgendermaßen aus: Nach der Geburt wird das Kalb in den ersten zwei Stunden mit drei bis vier Litern Biestmilch versorgt. In den kommenden Tagen wird die Biest-/Vollmilch nicht rationiert, das Kalb darf so viel trinken, wie es möchte. Im Mittel werden in den ersten drei Wochen 10 Liter Milchtränke pro Tag angeboten (5 Liter pro Mahlzeit). In der ersten Woche 1 Liter weniger, in der dritten Woche 1 Liter mehr. Nach etwa drei Wochen beginnt das Absetzen der Milch, nach zehn bis zwölf Wochen sind die Kälber abgesetzt. Nach der Biestmilchphase kann Vollmilch zum Einsatz kommen, zusammen mit dem Ergänzer Miravit MilkIdeal oder der Milchaustauscher CombiMilk Galant. Neben der Milch bekommen die Kälber eine TrockenTMR (Totale Mischration) zur freien Aufnahme (Vorschlag: 20 Prozent Häckselstroh, 75 Prozent CombiKorn Kälbermais, 5 Prozent Miravit MaltoDrink). Silagen können die Kälber erst nach zwei Monaten vernünftig verwerten. Ist die Kälbergruppe inhomogen, wird die Silage permanent neben der Trocken-TMR angeboten (Buffetfütterung). Die Empfehlungen zur Versorgung der Jungrinder bis zur Kalbung hat die AGRAVIS Raiffeisen AG in einem Plan zusammengefasst. Diese können Interessierte im Internet unter www.combimilk.de herunterladen.

Belüftung im Kälberstall

Bei der modernen Fütterung kommt der Luftqualität im Kälberstall eine besondere Bedeutung zu. Intensiv aufgezogene Kälber fressen wie die Löwen und haben einen intensiven Stoffwechsel, sie neigen zum Schwitzen. Eine gute Belüftung ist daher wichtig. Gute Erfahrungen sind in den vergangenen Monaten mit der Überdrucklüftung gemacht worden. Bei diesem Verfahren wird frische Luft über gelochte Schläuche oder Rohre gezielt in den Stall geleitet.

Bei Fragen zu diesem Thema stehen Klaus Bürsken, Telefon 0172 . 5306363, klaus.buersken@agravis.de, die Berater der AGRAVIS-Mischfuttergesellschaften oder die kostenlose CombiMilk-Hotline 0251 . 682-1133 zur Verfügung.



Kontaktformular
Sprechen Sie uns an!